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Veröffentlicht am 11.12.2015 von nemesis

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Warrant/ Punchline

Neu-Auflage auf CD

Einer der großen Wünsche einiger Metal-Fans waren damit in Erfüllung gegangen: Die beiden Warrant-Scheibchen The Enforcer und First Strike wurden erstmals auf CD veröffentlicht. Beide Scheiben der deutschen Speedster auf einer Platte und zwei Bonustracks gibt´s auch dazu. Und Sänger Jörg Juraschek hattee auch einiges dazu zu erzählen. Interessant war es zum Beispiel, zu wissen, wie es denn mit Warrant weitergehen würde.

Namensrechte und neue Ufer

„Wir haben mittlerweile eine andere Band namens Punchline seit geraumer Zeit am Laufen, die in Richtung Underground geht. So gesehen waren wir also die ganze letzte Zeit eh aktiv. Es stellt sich nun nur die Frage, unter welchem Namen und wie wir weitermachen. Nachdem es Warrant nicht mehr gab, kam in den Staaten eine Band, die sich diesen Namen gekrallt hat und um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie die rechtliche Lage wegen des Namens nun aussehen würde. Mit Punchline geht es musikalisch in eine etwas andere Richtung. Es ist zwar nach wie vor Metal, doch wesentlich grooviger und auch düsterer. Mal sehen, was so weiter passiert.“

Der alte, neue Doppelschlag von Warrant führt wieder einmal vor Augen, daß die ‚neuen‘ Bands des Metal-Genre teilweise doch ein wenig farbloser wirken als die Vertreter der `80er Schiene. „Nachdem heute sehr viel digital gearbeitet wird, fehlen bei vielen Alben die Kanten. Dadurch ähneln sich einige Bands doch sehr. So gut moderne Produktionsmöglichkeiten auch sind, ein wenig Flair der alten Schule geht eben dabei doch verloren.“ So ziemlich alle Alben, die wiederveröffentlicht werden oder so ähnlich, enthalten Bonustracks. Manchmal könnte einem schon die Idee kommen, es würde sich um eine Art Pflichtübung handeln.

Zu schade, um unter den Tisch zu fallen

„Bei manchen Bands mag das vielleicht so sein, aber sicher sagen kann ich das auch nicht. Bei uns war es jedenfalls nicht so. Wir hatten diese beiden Songs und fanden sie zu schade, als dass sie in der Versenkung verschwinden würden. Zudem denke ich nicht, dass sie schlechter als das restliche, bereits bekannte, Material sind.“ Ganz im Gegenteil. Mir gefallen die beiden fast am besten. Aber das ist immer Geschmackssache. Und da man über Geschmack eben streiten oder nicht streiten kann, kann man Jörgs Meinung, man sollte für verschiedene Arten von Musik offen sein, eben nicht zur Faustregel im Metal-Leben erklären.

„Manchmal denke ich echt, man sollte Metal-Fans ein wenig erziehen, da einige sehr festgefahren auf einer Scheine von härterem Sound sind. Es sieht doch folgendermaßen aus: Wer Power Metal mag, verabscheut Gothic, Melodic-Rocker mögen keinen Thrash usw.! Dabei gibt es in jeder dieser Richtungen gute Sachen, man muss nur einmal offen genug sein, sie sich auch anzuhören und nicht immer nur im enggesteckten Quadrat headbangen.“

Was wäre wenn?

Angenommen, man würde Jörg nun die Leitung eines Heavy-Clubs aufs Auge drücken, ohne finanzielle Verpflichtungen und nur mit der Auflage, mit diesem Club, die Szene zu beleben, wie würde das denn aussehen? „Ganz einfach: Ich würde Rock, Hardrock, Metal, Gothic, Doom und Crossover quer durch den Gemüsegarten spielen. Eben alles, was mit gefällt und gut ist. Auf Dauer kann man damit die Fan-Basis für diese Musik auch vergrößern. Da muss eben auch einmal was neueres und radiotauglicheres mit rein, was ja auch nicht unbedingt bedeuten muss, dass die Mucke schlecht ist. Paradise Lost finde ich zum Beispiel total klasse, ebenso würde ich Sachen wie Pantera, HIM, Kiss, Saxon, Priest und Virgin Steele in die CD-Player puhlen. Es sollte eine ausgewogene Mischung werden, damit sich der Sound nicht nur auf eine Gruppierung beschränkt.“

Ich mein`, ich will mich ja nicht einmischen, aber abgesehen von Crossover und Hardcore soll es noch DJs geben, die versuchen, genauso eine Mischung auf den Schirm zu kriegen…… Geht man mal von allen positiven Faktoren aus und unkt, dass der Underground-Metal wieder ganz gewaltig kommt, „dann werden auch junge Bands, die derzeit oft sehr lange vor sich im Underground umhergurken, mehr Erfolg haben. Doch dazu müssten auch die Labels mehr Geduld an den Tag legen als es zur Zeit der Fall ist. Wir haben letztes Jahr in Wacken gespielt, parallel zu Twisted Sister, die ja dann durch D.A.D. ersetzt wurden. Wir hatten echt Bammel, dass die meisten Leute bei der anderen Bühne herumhängen würden. Es waren abartig viele Bands dort und gerade Combos jüngeren Baujahrs können sich nicht in angemessenen Rahmen vorstellen. Dabei wäre es wichtig, die Basis zu featuren.“

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