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Veröffentlicht am 13.03.2016 von nemesis

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Reptilian

Ein kleiner Rückblick auf Thunderblaze

Reptilian veröffentlichten ihr Zweitlingswerk, Thunderblaze, das jedem anständigen Underground-Metal-Fan nur so das Herz in der Hose oder wo auch immer aufgehen ließ – wenn er es denn gehört hatte. Hervorgegangen aus einigen Mitgliedern der Neo-Classic Metal-Band Majestic hatte sich der Sound von Reptilian von noch ein wenig dadurch beeinflusstem Metal-Sound in astreine Power mit weniger Spielereien verwandelt.

Gitarrist Lasse ‚Lars’ Boquist war mit dem Ergebnis auch mehr zufrieden als er es mit dem Debut war, das für seinen Geschmack noch zu neo-klassisch angehaucht war. „Nicht, dass ich diese Musik schlecht finden würde, aber der geradlinige Sound gefällt mir einfach besser – ich bin eben eher der Traditionelle. Die erste Platte von Reptilian war sicher noch durch Majestic geprägt – doch hat uns die Vergangenheit mancher Mitglieder in dieser Band bestimmt auch geholfen, Beachtung zu finden.

Endlich mal seinen musikalischen Deckel finden

Den damaligen Reaktionen nach zu urteilen, kam die Stilkorrektur bei den Leuten auch besser an. Jede Band hat ihre Einflüsse, aber man sollte irgendwann seinen eigenen Stiefel finden. Majestic waren ohne Frage eine tolle Band mit tollen Musikern, aber für meinen Geschmack klang mir das zu sehr nach Malmsteen“, gab Lars zu bedenken.

„Skeleton Scales“

Doch jedem Musiker das, was ihm am Herzen liegt und so viele richtig neo-klassische Metal-Combos existieren dieser Tage auch nicht mehr. Einen richtigen ‚Plan’ für die Langrille hatten Reptilian nicht – außer eben eine traditionellere Ausrichtung. „Wir hatten uns einfach daran gemacht, Musik zu schreiben. Alle sechs Mitglieder der Band brachten ihren eigenen Geschmack, ihre eigenen Einflüsse in den Sound mit ein –sogar, wenn man nebenbei, auch wenn es nicht mag, Radio hört, fließt das wohl in den eigenen Sound mit ein.“

Nicht die 80er, die 70er waren´s

Und an dieser Stelle kam Lars mit einem Argument, das in letzter Zeit immer häufiger angeschnitten wurde. „Die ´80er Jahre werden musikalisch derart hochgelobt, dabei waren sowohl Musik als auch Innovation in den ´70ern wesentlich stärker. Damals hat sich mehr getan, es entwickelte sich alles schneller und es gab eine Menge kreativer Bands. In einer Band muss man verstehen lernen, as der andere auszudrücken versucht“, kam Lars wieder auf Reptilian zurück. „Besonders, wenn alle verschiedene Stile anschneiden.

„Man muss erst einmal in die Idee eines anderen eintauchen, bevor man sie be- oder verurteilen kann. Mit der Thunderblaze ist uns das selbstverständlich besser gelungen, da wir uns nun auch besser kennen, was man durch Live-Präsenz ausbauen konnte. Das wäre nun eigentlich der nächste Punkt gewesen, der geschehen sollte. Doch das ist bei uns nicht nur eine Frage der Verkäufe: Wir haben alle Familie und können uns nicht einfach wochenlang vom Acker machen.“

„Signing Out“

Gegen eine Zusatzbeschäftigung im Sinne eines Nebenprojekts oder der Teilnahme an einem solchen hätte der Klampfer allerdings nichts einzuwenden. Fast nichts. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktionieren würde, wenn ich mich nicht am Songwriting beteiligen könnte. Ansonsten würde ich so was natürlich gern machen, wenn es die Zeit zulässt.

Soviel dann zum Thema ‚Musik mit Seele’…

Ein Künstler sollte meiner Meinung nach auch Songs schreiben. Sicher gibt es viele gute Interpreten, die sich eben nur auf das Spielen ihres Instrumentes oder den Gesang als solches konzentrieren. Für mich wäre es aber auf Dauer nichts, wenn ich mich nur mit dem Gitarrespielen beschäftigen würde ohne auch nur eine einzige Note zu schreiben. In einer Band sollten wenigstens ein oder zwei Leute sein, die komponieren, damit die Combo an sich auch einen eigenen Charakter entwickeln kann. Viele Künstler von heute schreiben eben gar nix – und dadurch verlieren sie auch auf kurz oder lang den wahren Zugang zu den Songs, die sie interpretieren.“

Alben:

Castle of Yesterday
Thunderblaze
Demon Wings

Line-up:

Joel Linder: Drums
Peter Espinoza: Guitars
Lasse Boquist: Guitars
Thomas Blum: Keyboards
Jonas Blum: Vocals

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