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Veröffentlicht am 22.03.2016 von nemesis

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Portrait Wilderr

Lange sollte dieser Name nicht durch die Musikszene flackern – schade, denn das Album Blood hatte wirklich einfach das gewisse Etwas und wer kann, sollte sich noch auf die Suche danach machen. Interessantes hatte die Multi-Kulti-Gemeinschaft zudem verlauten zu lassen – und so manch lehrreiche Aussage für Musiker unter euch.

Hier also ein definitiver Underground-Underground-Tipp für euch.

Ein bisschen Abzocke gefällig?

Nachdem nicht nur die eh bekannten Bands zu Wort kommen sollen, und gutes Material auch nicht nur von diesem Combos kommt, war eine geraume Zeit lang mit Wilderr eine weitere neue Band hier vertreten. Zwar waren die Jungs auch schon eine Zeit dabei, mit Blood lag aber irgendwann dann doch mal die erste Scheibe der fränkisch-amerikanischen Gemeinschaft vor.

Bei diesem Interview war zwar fast die ganze Band versammelt, die meiste Zeit hat allerdings Gitarrist Harry S. Steen den Mund offen: „Manche sind der Meinung, unser Sound sei nichts neues. Andere wiederum finden dasselbe an der Musik wie wir als Band selbst, nämlich dass wir versuchen, eigene Akzente zu setzen. Ich selbst lasse mich auch nicht so sonderlich durch die Musik anderer beeinflussen, sondern konzentriere mich in erster Linie auf die Musik, die ich bzw. wir machen. Es gibt auch Zeiten, in denen ich ausschließlich eigene Mucke höre.“

Die Krux bei Cover-Bands

Unter diesen Vorrausetzungen haben allerdings Cover-Bands so ihre liebe Mühe. „Selbst wenn sie sich von ihren Einflüssen lösen wollen, haben sie diese so intus, dass sie meist bei eigenen Songs auch wieder durchbrechen. Als Coverband hat man oft mit dem Problem zu kämpfen, dass die Einflüsse anderer Songs zu oft und zu deutlich durchbrechen.“ An der vorliegenden Scheibe wurde bereits seit etlichen Jahgren gebastelt. Mit KDC hatten die Jungs allerdings nicht die prädestinierteste Plattenfirmen für den Rock- und Underground-Bereich.

Böse Seiten des Business

„Wir hatten damals bereits eine CD raus, an der wir so ziemlich alles selbst gemacht hatten, wobei die Aufnahmen besser hätten sein können. Dennoch erhielten wir viele Reaktionen auf die Platte. Unter anderem meldete sich auch Robert Pospichal.“ Kurze Information am Rande für alle, denen dieser Name bekannt vorkommt: Bei einigen Bands „erarbeitete“ sich Pospichal den Ruf als Abzocker.

CDs sollten produziert werden, die Bands Geld beisteuern und die Plattten auch veröffentlicht werden. Darf man diversen Stimmen glauben, wurden in einigen Fällen die CDs zwar produziert, aber nie in die Läden gestellt. Wieder andere behaupten auch, es ginge nur um Abzocke. Was wirklich an dieser Sache dran ist, weiß der Himmel. Mit den Rechtsfragen schlugen sich jedenfalls andere herum. „Wir hatten mit Robert einen Vertrag über eine CD geschlossen und von vornherein klar gemacht, dass sich unser finanzieller Einsatz sehr in Grenzen halten würde. Im Endeffekt dauerte es drei Jahre, bis die Scheibe endlich erschien.

Wir sahen es als Möglichkeit, einen Anfang und auf uns aufmerksam machen zu können. Es war eine Art Roulette, das wir spielten. Wir kannten die Gerüchte über ihn und haben ihn darauf angesprochen. Insofern wusste er auch, dass wir nicht komplett blauäugig an die Sache herangegangen sind. Nebenbei hatten wir noch ein kleines Management, das sich um Live-Geschichten kümmern sollte, in der ganzen Zeit aber wirklich kaum etwas an Land gezogen hatte. Diese Firma war an uns interessiert, hatte aber nicht viel Erfahrung.

Große Töne, nichts dahinter

Wir schlossen keinen Vertrag ab, sondern ließen uns auf eine Probezeit von einem halben Jahr ein. Aber wie gesagt: In dieser Zeit ist so gut wie nichts passiert. Robert Pospichal wollte uns dann einen Deal mit Semaphore besorgen, die aber zu diesem Zeitpunkt pleite machten. Uns wurde auch eine Tour mit Axxis und Royal Hunt zugesagt, aber davon hat auch nichts geklappt. Wir veröffentlichten dann die CD, nachdem alles andere in die Binsen ging. KDC nahm uns in erster Linie unter Vertrag, weil wir die Zusage der Royal Hunt-Tour vorweisen konnten. Pospichal an sich ist im Großen und Ganzen schon okay, auf gewisse Weise hat er uns auch gezogen.

„Man ist dann erwachsen, wenn man etwas tut, obwohl es einem die Eltern raten.“

Wir konnten es uns nicht leisten, faul auf dem Hintern zu sitzen und zu warten, was sich so tut. Er selbst hat einfach zu viele Dinge am laufen, um allem gerecht zu werden.“ Also ist es auch ein Fehler im Verhalten der Bands, wenn sie sich mal wieder hintergangen fühlen? „Viele Bands denken, wenn sie einen Vertrag haben, läuft alles wie von selbst. Man muss ständig auch selbst am Ball bleiben und darf nicht den Überblick verlieren. Nun haben wir auch eine Promo-Firma, die uns unterstützt, und in Sachen Live-Gigs sollte sich nun auch mehr tun.“ Zu guter Letzt noch ein Statement, das im Laufe dieses Interviews gefallen war und das man sich mal durch den Kopf gehen lassen sollte:

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