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Veröffentlicht am 22.08.2015 von nemesis

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Perzonal War

Perzonal War – Namensänderung zum Freischwimmen

Der Name dürfte einigen in der Szene schon ein Begriff sein – wenn auch mit anderer Schreibweise. Nun, klappt es mit den einen Verträgen nicht und kommt unterm Strich nichts als Ärger bei einer Geschäftsverbindung heraus, muss man sich nach Mitteln und Wegen umsehen, diesen Zustand zu ändern. Und die deutschen Thrash Metaller haben somit kurzerhand ein ‚s’ durch ein ‚z’ ersetzt. Drummer Martin Buchwalter ist mit dem neuen Deal bei AFM richtig zufrieden, ebenso wie auch mit denen der Mags bisher.

„Ich hoffe, dass wir mir der aktuellen Platte Different But The Same genügend Leute erreichen können und dass wir auch mal eine Support-Tour mitfahren können, um mehr Fans dazuzugewinnen. Mit unserem vorherigen Label lief absolut nicht und die aktuelle CD lange auf Eis. Trotz unseres Deals mussten wir damals die Pressung der Platten selbst übernehmen, Versprechen wurden nicht eingehalten und Möglichkeiten, für die Band in finanzieller Hinsicht etwas zu leisten waren schon gleich gar nicht vorhanden. Durch die Namensänderung kamen wir Gott sei Dank aus diesem Vertrag raus.

Ich dachte mir immer, dass so was doch nicht wirklich passiert, jedenfalls nicht einem selbst. Derartige Erfahrungen hört man immer nur von anderen Bands, auch wenn es sich um rechtliche Probleme dreht.“ Mit Blauäugigkeit haben die schlechten Erfahrungen von Perzonal War dabei wenig zu tun, denn ein wenig muß auch in der Business-Welt immer Glauben schenken und Vereinbarungen vertrauen – vor allem, wenn sie auch schriftlich vorliegen. „Wir erwarten sicher auch nicht, dass man uns den Weg mit Rosen auslegt, doch unter den damaligen Umständen war eine weitere Zusammenarbeit für uns nicht mehr drin. Die Konditionen waren unter aller Kanone. Das Label hat dabei seine Fehler absolut nicht eingesehen.“

Offene Worte, offene Türen

Vogel-Strauß-Politik ist immer wieder eine beliebte Strategie. „Zu Andy, dem damaligen Chef von AFM (und Sänger von Squealer – R.I.P.) hatten wir schon aus Demo-Zeiten einen guten Kontakt und er hatte auch immer ein Auge auf die Band und gab uns gute Ratschläge. Wir sprachen mit ihm über unsere Situation und so sind wir bei seiner Plattenfirma gelandet. Wir sind schon glücklich, dass wir die Produktion der Platte diesmal nicht wieder aus eigener Tasche finanzieren durften.“ Wobei diese neuerdings sehr beliebte Masche bei manchen Labels eh ein Witz mit Anlauf ist, denn eine Plattenfirma hat eigentlich den Job einer Finanzierungsgesellschaft und den, die Werbetrommel zu rühren und dafür zu sorgen, dass die geschäftlichen Connections die CDs auch in die Läden stellen. Und am Ende des Tages darf man sich über den Gewinn freuen.

„Wir merken auch sehr deutlich, dass hinsichtlich der Promotion nun eine ganze Menge mehr läuft. Für die Größenordnung von Perzonal War bleiben in dieser Richtung wirklich keine Wünsche offen“, zeigt sich Martin erleichtert. Tja, je öfter man was auf die Nase bekommt, umso dankbarer wird man. Manchmal allerdings ein wenig zu sehr, aber das ist eine andere Diskussion. Auf jeden Fall können sich die Jungs nun besser auf ihren eigentlichen Job, nämlich sich der Musik zu widmen, konzentrieren. „Wir haben sicher keinen so großen Schritt gemacht, dass wir uns in ein gemachtes Nest gesetzt haben. Das ist auch nicht unser Ziel. Eine gute Zusammenarbeit mit Input von beiden Seiten ist wichtig, ebenso eine vernünftige Vertrauensbasis. Zweiteres setzt auch voraus, dass einem Einblicke nicht verwehrt werden.

Bei den ersten beiden Alben haben wir unterm Strich alles selbst gemacht und hatten daher auch den kompletten Überblick, auch um die Konzerte haben wir uns selbst gekümmert. Und nur weil wir nun ein anständiges Label im Rücken haben, werden wir nicht aufhören, zu versuchen das Schiff weiter nach vorne zu bringen. Auch die neue Homepage steht, die wir extra für Different But The Same komplett umgestellt und re-designed haben (www.perzonalwar.de).“ Zu guter Letzt kann ich Euch allen diese sehr talentierte Band nur noch einmal mehr ans Herz legen. Die melodische Thrash-Szene verfügt halt nicht über so viele starke Acts, die sowohl songwriterisch als auch technisch und hinsichtlich der Interpretation soviel auf dem Kasten haben.

photocredit: https://www.facebook.com/210265802330077/photos/pb.210265802330077.-2207520000.1440241986./959232430766740/?type=3&theater

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