Interviews

Veröffentlicht am 17.11.2015 von nemesis

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Tomorrow´s Eve über The Unexpected world

Das Geheimnis, sich mitzuteilen

Seien wir mal ehrlich: Progressive und Underground Heavy-Bands gibt es eine ganze Menge, doch ähneln sich trotz der vielen Versuche, aus dem musikalischen Rahmen anderer zu fallen, die meisten doch ein wenig. Oder man blickt als Otto-Normal-Verbraucher vor lauter komplexen Songstrukturen einfach nicht mehr durch. Gut durchdacht war dabei auch der Sound der Rheinländer von Tomorrow´s Eve, noch dazu hatten die Jungs den Vorteil, den Songs ihrer Scheibe The Unexspected World einen roten Faden verpasst zu haben. Und weil man keine halben Sachen machen wollte, hatte man sich kurzerhand Keyboarder Oliver Schwickerts Freundin Stefanie geholt, die die textlichen Ideen der Band ausgearbeitet hat.

„Stefanie ist einfach besser, wenn es um die englische Grammatik geht, und sie war auch sofort einverstanden, uns zu helfen. Wir haben kein Problem damit, dass zuzugeben, und arbeiten daran, unsere sprachlichen Fähigkeiten in dieser Richtung auszubauen.

Wir haben die Textkonzepte erstellt, die Grundideen ausgetüftelt, und Stefanie hat sich dann in Form gebracht“, klärte Gitarrist Rainer Grund die Sache auf.

Kein wirkliches Konzeptalbum

Wobei die Idee dahinter nicht ist, sich nicht mit manchen falschen Ausdrücken oder grammatikalischen Wundertüten zu blamieren, sondern nicht missverstanden zu werden.
„Uns sind die Texte nun mal sehr wichtig, und The Unexspected World beschäftigt sich mit der Vorstellung, wie die Welt wohl in der Zukunft aussehen würde, wenn die Menschen weiter nach dem Ellenbogenprinzp handeln (hier auch kleiner Zusammenhang zum Bandnamen. Anm.d.Red.). Die Songs stehen durchaus in Verbindung zueinander, wir wollten allerdings kein richtiges Konzeptalbum daraus machen. Insofern kann man die Lyrics eines jeden Tracks auch für sich alleine betrachten.“

Nachdem manche Bands eh mehr dazu neigen, zwar den Grundgedanken eines Textes rüberzubringen, das Drumherum allerdings schön mit Metaphern und dergleichen zu verschönern, ist es daher umso wichtiger, die aussagekräftigen Momente auch im richtigen Licht zu wissen.

Irgendwann ist das Maß voll

„Nehmen wir die Böhsen Onkelz: Die Combo hat sich von der rechten Szene in letzter im wieder deutlich distanziert, und dennoch werden sie wegen ihrer früheren Texte immer wieder aufs Neue in diesen Topf geworfen. Man kann als Band schon dafür sorgen, dass man nicht falsch verstanden wird, denn nicht jeder Hörer hat den gleichen Gedankengang und dieselbe Sichtweise wie der Verfasser eines Textes. Man sollte den Hörern Raum lassen, auch ein wenig zu interpretieren, aber die Grundaussage sollte klar sein.“

Gerade, was die rechte Szene betrifft, hat der Klampfer einige Kritik anzumelden.

„Mittlerweile tut sich schon ein bisschen mehr bei der Staatsführung, aber es ist lange noch nicht genug. Man kann einem Menschen seine Meinung nicht nehmen, sobald diese Meinung sich aber in aktiver Gewalt äußert, muss härter eingeschritten werden. Dieses Thema behandeln wir in dem Song ‚Conflicts‘. Um ein Video zu drehen, bräuchte wir keine Vorgabe, sondern nur mit der Kamera auf die Straße zu gehen. Dort findet sich eine Menge Ausländerfeindlichkeit. Leider.“

photocredit: https://www.facebook.com/Tomorrows.Eve.official/photos/pb.109359765766720.-2207520000.1447760360./791296504239706/?type=3&theater

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