Interviews

Veröffentlicht am 26.11.2015 von nemesis

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Interview Oratory

Geteiltes Lied ist doppelte Miete..

… dachten sich wohl auch die Portugiesen von Oratory und schwups arbeitet man eben mit Sänger und Sängerin. Wobei die gute Ana Lara zwar in erster Linie bei den Refrains und Chören ihre Stimmbänder beansprucht, allerdings aus dem Rahmen der „Zweitsängerinen“ durch ihre kraftvolle Stimme und nicht ständig hohen Passagen herausfällt. Dass das auch mal anders, erzählt die ‚Ich muss 90% der Interviews alleine machen“-Lady:

„Ich bin nun seit vier Jahren mit den Jungs zusammen. Zu Beginn war ich eher für die hohen Gesangseinlagen zuständig, während Marco Alves die Leadvocals übernahm. Meine Stimme klang aber in diesen Bereichen einfach nicht so druckvoll, und so habe ich mich daran gemacht, mal die Stärken meiner Stimme herauszuarbeiten, das Natürliche an ihr zu fördern. Nun ist es eben so, dass ich manchmal sogar die volleren, tieferen Passagen übernehme. Insofern hat beim Gesang ein Rollentausch stattgefunden.“

In den vier Jahren des Bestehens der Band hat sich am Sound einiges weiterentwickelt. Der melodische Power Underground Metal, samt seiner leicht klassischen Einwurschtelungen, klang schon mal um einiges düsterer.

Ein bisschen weniger Gothic, ein bisschen mehr Power

„In den Anfangszeiten war unsere Musik sogar ein bisschen gothic-lastig. Teils auch von Metal-Scheiben wie Helloween´s Time Of The Oath beeinflusst. Aber sowohl unser Geschmack als auch unser Stil hat sich mehr in die Power Metal-Ecke verlagert. Nachdem ich ja selbst singe, bevorzuge ich für meinen Teil auch Bands mit Sängerinnen. Es interessiert mich eben. Zum Großteil sind es aber Bands wie Stratovarius, Gamma Ray und Helloween, die den Jungs gefallen. Wie gesagt, dass sind zwar nicht unbedingt meine uneingeschränkten Lieblinge, aber deswegen verschließe ich mich diesen Sachen keineswegs.“

Karges Pflaster

Wie Ana durchblicken lässt, fallen aufgrund des leicht symphonischen Touches von Oratory auch ab und an Vergleiche mit Rhapsody. Nicht, was die gesamte Aufmachung des Sounds betrifft, vielmehr sind es kleine Nuancen, deren Erwähnung Ana aber eher als Referenzen sieht. Trotz der selbständigen Mucke und der ausgefeilten Tracks haben es Oratory im eigenen Land nicht gerade leicht, obwohl sie dort schon wesentlich länger auf der Bildfläche erschienen sind als hierzulande.
„Wir leben im Norden von Portugal, und in unserer Stadt gibt es etwa 20 Bands. Darunter befindet sich außer uns nur eine Heavy-Band. Die Leute glauben immer noch, Metaller seien dumm, ungepflegt und immer nur auf Ärger aus.

Vor einiger Zeit hat ein Mitglied einer Metal-Combo seine Eltern getötet. Das haben die Medien hier gleich als Aufhänger genommen, um eine Unmenge an Sendungen zu bringen, in denen die gesamte Szene nur runtergemacht wird. Es hat doch nichts mit dem Musikgeschmack zu tun, ob solche Dinge geschehen. Jedenfalls wurde der Heavy Metal, Gitarren lastige Musik an sich, samt seinen Leuten mal wieder nur von der negativen Seite gezeigt und durch den Dreck gezogen. Von Objektivität und Informationswillen war hier nicht eine Spur zu sehen.“

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