Interviews

Veröffentlicht am 03.11.2015 von nemesis

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Interview-Fundstücke Secret Silence

Secret Silence zu Return

Return heißt die zweite Scheibe der Avantgarde-Underground-Rocker Secret Silenc“, die es im Endeffekt seit 1995 gibt, und schon damals konnte man im Vergleich zur ersten Scheibe einige Besetzungswechsel feststellen. Zudem lag damals auch ein kleiner Ausschnitt der dritten CD vor – mit neuem Info. Und schon wieder dreht sich das Musiker-Karussell – zum Zwecke der näheren Information: Gitarrist und Kopf der Band Martin Slechta.

Leider handelt es sich bei Secret Silence um eine Band, von der man nichts mehr wirklich gehört hat, aber die Musik ist wirklich mehr als hörenswert und vielleicht ist dieses Fundstück an Interview ja ein kleiner Hinweis für euch. Vielleicht beißt sich heute auch ein Label in den Hintern, nicht zugeschlagen zu haben.

Red: Sag`mal, was geht`n bei euch besetzungstechnisch ab?
Martin: Das ist ein normaler Prozess – die Leute wollen sich anderen Dingen zuwenden, oder möchten sich mehr auf´s Familienleben konzentrieren, und dann hören sie eben auf. Das waren weniger musikalische Gründe als wirklich private Sachen.

Wenn man nicht ganz sicher ist

Red: Man sollte sich aber schon bevor man in `ner Band anfängt darüber im Klaren sein, was Vorrang hat…
Martin: Das weiß man eben nie. Solche Sachen lassen sich halt nicht ändern.
Red: Ihr hattet ja nun in der Zwischenzeit, also sprich seit der Veröffentlichung von Return schon wieder einen neuen Sänger.

Alles für die Band

Martin: Das ist wohl Schicksal. Der alte Sänger war familiär ziemlich eingebunden, und wollte musikalisch auch was anderes machen. Im Musikgeschäft ist das mal so und man kann sich nicht dagegen wappnen. Man muss sich dann eben nach einer Lösung umsehen, denn die Band soll ja weiterexistieren. Dann müssen neue Leute gefunden werden.
Red: War es bisher für euch ein Problem, neue Mitstreiter zu finden?
Martin: Wir haben immer irgendwie Glück gehabt. Meistens hat sich das von alleine ergeben. Sicher gab es zwischendurch mal kleine Durststrecken, in denen wir neue Leute gesucht haben. Aber im Endeffekt haben wir immer wen gefunden.

Red: Mir ist aufgefallen, dass sich trotz der Sängerwechsel am Gesang kaum etwas geändert hatte. Es klingt zwar nicht alles exakt gleich, aber doch recht ähnlich…
Martin: Es war wirklich ein Kriterium bei der Auswahl, dass wir gesagt haben, wir brauchen jemanden, der zur Band und zum Stil passt.
Red: Ihr hattet damals ja seit kurzem auch einen festen Keyboarder in der Band. Wie kam es dazu?

Martin: Wir hatten eigentlich immer einen Keyboarder. Bei der ersten Aufnahme habe ich die Keyboards übernommen, bei der zweiten hat der Sänger die Sachen gespielt. Wir hatten damals, als die zweite Scheibe auf-genommen wurde, allerdings schon den Keyboarder, den wir auch jetzt dabei haben. An die dritte Scheibe könnten wir jetzt mit fünf Mann rangehen, und jeder kann sich ausschließlich auf seine Sache konzentrieren.

Aufwändige Umsetzung

Red: Irgendwie hattet ihr euch seit der ersten Scheibe schon ziemlich Zeit gelassen…
Martin: Die Produktion zu Return war recht aufwendig, zum Beispiel die ganzen Übergänge von einem Song zum nächsten. Zudem sind wir alle berufstätig, und dann muss man die ganze Angelegenheit zeitlich managen, um irgendwie vorwärts zu kommen. Aber irgendwie haben wir das immer unter einen Hut gebracht,…auch wenn es etwas länger gedauert hat.

Red: Du hast das Material ja auch noch selber produziert. Denkst du nicht, dass man so irgendwann nicht mehr genügend Abstand zu den Songs hat?
Martin: Abstand – ach nö. Einer muss halt mal die Grundidee haben, aber ausgearbeitet werden die Songs von allen zusammen, und das Produzieren mache ich einfach gerne.

Red: Wie waren eigentlich eure Möglichkeiten, mal auf `ne Tour mitaufzuspringen?
Martin: Haben wir bis jetzt noch nicht gehabt. Wir organisieren eben selber Auftritte und Konzerte.

Die Frage nach dem Deal

Red: Und wie sieht`s mal mit einem Deal mit einer Plattenfirma aus?
Martin: Es ist sehr schwierig, da irgendwo unterzukommen. Wir haben es schon bei allen möglichen Firmen versucht, aber es ist noch nichts drausgeworden. Vielleicht wird ja mal jemand aufmerksam, wenn wir selbst mehr Scheiben rausgebracht haben….

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