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Veröffentlicht am 15.12.2015 von nemesis

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Genius

Traumwelten

Sehr kurz nach Erscheinen des zweiten Teils der Metal-Oper von Edguy´s Tobi Sammet Avantasia ebenfalls eine Rockoper herauszubringen, erforderte entweder ein schlechtes Timing oder viel Mut. Vor allem Dingen aber gutes Material. Das hatte der erste Part von Genius, das aus der Feder von Empty Tremor´s Daniele Liverani stammt, der natürlich auch, von namhaften Sänger wie Mark Boals, Lana Lane oder auch Chris Boltendahl und Instrumentalisten wie Steve Walsh und John Wetton unterstützt worden wart. Die Erwartungen, die seitens eines Künstlers mit einem Konzeptalbum dieser Größenordnung verbunden sind, sind nicht wegzuleugnen, doch galten jene Erwartungen im Fall von Daniele in erster Linie dem Ziel, etwas Emotionales zu kreieren.

„Trotz allem ist die Promotion durch die Presse immer wichtig, unumgänglich. Nach wie vor gehen viele Leser und Hörer nach der Bewertung, die eine Platte in einem Review erhält. Besonders auf junge Menschen trifft das zu, sie sind sehr von den Medien beeinflusst. Allerdings scheinen manche Schreiberlinge auch zu meinen, die würden die Bibel neu verfassen und nicht eine CD-Kritik“, lacht der Musikus. Natürlich hatte Daniele einige Reviews gesammelt, die er ergattern konnte und unabhängig von der Meinung der Redakteure fander die Art und Weise zu Arbeiten und mit Musik umzugehen bei den meisten Journalisten gut.

Realistische Sichtweise

„Ich war durchaus auch klar, dass die Mucke auf Genius nicht die einfachste war – es war ja schon schwer für mich, einen Deal zu finden. Avantasia ist ein ganzes Stück direkter – und gefällt mir im Übrigen verdammt gut – Wahnsinn, was sich darauf entwickelt hat. Genius brauchte im Gegenzug ein bisschen mehr Zeit. Ich hatte mein Bestes getan, für mein Gespür sind die Noten nach wie vor alle an der richtigen Stelle.“ Mit Frontiers hatte Daniele ein Label gefunden, dass ihn bei diesem ‚Baby’ gut unterstützte und nach den Veröffentlichung des ersten Teils auch die beiden anderen auf den Markt bringen würde. Die Geschichte mit dem nötigen und richtigen Rückhalt ist so eine Sache, mit der Daniele bereist mit seiner Band Empty Tremor Bekanntschaft machte. Und das leider nicht im positiven Sinne.

„Mit Empty Tremor hatten wir zwei CDs veröffentlicht, doch wir hatten nie die richtige Unterstützung, um auch wirklich präsent zu sein.“ Dabei sind die beiden Platten der Prog Metaller ein mehr als nur feines Stück Musik, sondern richtig genial für Fans dieser Mucke. Allein für die erste CD fand kein einziges Interview statt – nur wenige kennen Empty Tremor überhaupt. Für die zweite CD hatten wir uns zwei Jahre Zeit fürs Songwriting genommen, doch es war am Ende einfach nur traurig zu sehen und zu hören, dass die Fans die Platte nicht einmal in den Läden finden konnten.“ Eine neue Scheibe hatten die Jungs dennoch in der Mache, und diese sollte auch einen neuen Frontmann vorstellen. Satten sich Frontiers Daniele nicht nur mit Genius geschnappt, sondern werden auch das dritte Werk Empty Tremor´s, um dies zu veröffentlichen.

Ideen en masse

Schon bei Genius hatte der Künstler absolute Freiheit und allein mit der Wahl der Sänger war Daniele total glücklich. „Oliver Hartmann (At Vance), Daniel Gildenlöw – das sind phantastische Sänger. Aber natürlich würde ich gerne mit Newcomern zusammenarbeiten, doch dafür müssen immer einige Listening Sessions über die Bühne gehen. Die Idee zu dieser Oper schleppte ich schon seit geraumer Zeit mit mir herum, das Ganze ist sicher nicht an einem Tag entstanden.“ Die Story basierte auf einer Kurzgeschichte, die Daniele geschrieben hatte, eines seiner anderen Hobbies, „auch wenn ich eigentlich kein Lyriker bin. Die Thematik des Albums:

Der junge Genius lernt über die Träume der Menschen, wie sie entstehen. Dabei befindet er sich natürlich nicht in der realen Welt. Er erkundet dabei auch die Menschlichkeit als solche. Doch auf Dauer muss er erkennen, wie er mit seinem Tun die Welt und die Träume anderer verändert.“ Mehr wird nicht verraten, schließlich sollt Ihr Euch die texte schön brav selbst durchlesen, in die Platte eintauchen und auf Teil zwei und drei gespannt sein.

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