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Veröffentlicht am 10.03.2016 von nemesis

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Ashes To Ashes

Kirchenmetaller

Wer sich beschwert, dass der Metal-Markt nichts mehr zu bieten hätte an Neuigkeiten, der kannte diese Band nicht. Ashes To Ashes hatten sich eine recht kurios erscheinende, aber verdammt genial klingende Mischung ausgesucht: Metal mit Gregorianischen Chören veredelt. Stimmungsmässig ein wenig Richtung Iced Earth´s Dark Saga und sehr düster und dennoch kraftvoll. Sänger Michael Stenberg freute sich über die guten Reaktionen, vor allem die der Fans, die die Band schon vor der aktuellen Platte Cardinal VII kannten.

Warum es den anderen recht machen?

„Ich freute mich über jeden Kommentar, den wir bekamen.“ Und rief damals auch noch auf: „Also, falls jemand seinen Senf zu unserer neuen Scheibe abgeben will: Tut Euch keinen Zwang an. Wir sind absolut zufrieden mit dem Punkt, an dem wir heute angekommen sind und wollen das Ganze natürlich noch weiter voranbringen.“ Dabei geben Ashes To Ashes einen lauen Furz auf das, was von ihnen erwartet. „Was hilft´s denn, wenn wir uns um die Vorstellungen anderer kümmern? Wir müssen die Mucke ja machen, hehe. Unser Sound ist vor allem für uns selbst – und dann kann man hoffen, dass ihn auch andere Leute mögen.“ Was nicht wirklich ein Problem sein sollte.

„Embraced In Black“

Dass die Band um den Gitarristen dabei eine eigene Identität und einen eigenen Stil vertreten will, hört man schon nach den ersten Klängen des Silberlings. „Was aber noch nicht so gut war wie wir es gern hätten, war die Produktion. Daran müssen wir das nächste Mal noch härter arbeiten und mehr feilen. Dennoch finde ich, dass die Produktion am Ende nicht wichtiger sein sollte als die Songs selbst.“

Standard contra Überfrachtung

Genau das erlebt man aber immer wieder, wenn man sich so manche CD-Kritiken zu Gemüte führt. „Einen gewissen Standart sollte man mit Veröffentlichung einer Outputs vorlegen können, doch muss der zum einen zum Sound selbst passen und zum anderen nützt eben die beste, sauberste und fetteste Abmischung nichts, wenn die Stücke Müll sind. Cardinal VII fängt in dieser Hinsicht meiner Meinung nach die Atmosphäre aber so gut ein wie es hätte sein können. Mit der Mucke selbst sind wir glücklich, wie haben auch entsprechend viel und harte Arbeit hineingesteckt.“ Und man höre buchstäblich die Schweißperlen tropfen.

Doch um ganz ehrlich zu sein: Die Produktion ist weder schlecht, noch unangemessen für den Sound. Ich für meinen bescheidenen Teil finde sie mehr als passend. Ob sich da also nicht wieder der Perfektionist im Künstler regt? „Man muss sich als Musiker oder Künstler seine eigenen Ziele stecken und sich Verbesserungen vornehmen. Das ist enorm wichtig. Wir haben uns allein für das Songwriting ein Jahr Zeit genommen, weitere zwölf Monate dauerten die Aufnahmen. Wir haben alles aus eigener Tasche bezahlt – aus diesem Grund konnten wir auch nur ins Studio, wenn es gerade von niemand anderen genutzt wurde, der mehr Geld investieren konnte.“

„Cardinal VII“

Dabei haben die Jungs ebenso an alles selbst Hand angelegt, abgesehen von der Hilfe, die sie durch einen Engineer hatten. „Bereits unsere erste CD, ein Demo, haben wir selbst produziert. Man kann aber ehrlich gesagt auch nicht alles haben: Man schreibt die Musik, hat gewisse Vorstellungen, wie das Ergebnis aussehen soll und dann soll man das Ganze auch noch auf Plastik bringen. Und letzteres ist eben wieder eine komplett andere Geschichte als Komponieren oder Visionen zu haben. In diesem Fall muss man Kompromisse eingehen.“ Wobei das Debut von Hammerfall wohl ein perfektes Beispiel für eine tolle Platte ist, die billig produziert wurde. Also, nicht billig sondern kostengünstig.

Michael plappert erst mal drauf los, welche Bands ihm den so Am Herzen liegen – und das passt so gar nicht zum Sound von Ashes To Ashes: „Kiss, AC/DC, viel Musik aus dem 70er und 80ern, Maiden, Priest, Y & T… dass einem eine gewisse Mucke gefällt, heißt ja nicht, dass man zwangsläufig das Gleiche spielen muss. Mittlerweile haben uns bereits einige mit Metallica zu Ride The Lightning -Zeiten verglichen.“ Hm, die Atmosphäre und die Intensität kommt auf alle Fälle hin.

Und nachdem auch hier nichts bekannt ist, dass die Band sich aufgelöst hätte, darf man ja noch hoffen.

Mitglieder:

Björn Luna – Bass (1992-?)
Michael Stenberg – Guitars
Kenneth Brastad – Vocals
Ronny Kaasa – Drums (2001-?)
Cecilie „Zilla“ Eidskrem – Keyboards (2002-?)

Alben:

Between the Devil and the Deep Blue Sea
Temples of Ice Demo
Shapes of Spirits
Cardinal VII

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